Jugendzeltlager im Stadtgebiet Friedberg

20120910_1310192475_img_6835"Ich bin dabei, wo bleibst du?“ lautet das Motto der diesjährigen Imagekampagne des Landesfeuerwehrverbands. Mit dabei waren am Samstag und Sonntag (08/09.September) die Jugendfeuerwehren aus Friedberg, Harthausen, Hügelshart, Ottmaring, Rederzhausen und Stätzling, als es zum Zelten an den Tostisee ging. 

Das Zeltlager sollte sowohl den Zusammenhalt innerhalb der teilnehmenden Wehren, aber auch die überörtliche Zusammenarbeit weiter verstärken. Bei nahezu perfektem Wetter wurden am Samstagvormittag die Zelte der Jugendlichen und das Gemeinschaftszelt der Kreisjugendfeuerwehr auf dem Gelände aufgebaut, ehe es in dem nahe gelegenen See zum Baden ging.
 
Nach einer kleinen Stärkung zum Mittag konnten sich die Jugendlichen durch mehrere Kennenlernspiele untereinander besser kennenlernen. Im Anschluss an die Kennenlernspiele begann für die Jugendgruppen eine Schnitzeljagt. Diese begann mit einem „Gruppen-Memory“, bei dem die Jugendlichen für wenige Sekunden verschiedenste Feuerwehrgeräte gezeigt bekamen, und sich hierbei möglichst viele Geräte merken sollten um sie dem Spielleiter nennen zu können. Danach ging die Reise mit Hilfe von Bildkarten los. Insgesamt 10 Bilder zeigten den Jugendlichen den Weg vom Zeltplatz zu einer ersten Zwischenstation. An dieser Station mussten die Teilnehmer ihr Können bei den Knoten nachweisen. Allerdings mussten hier alle Gruppenmitglieder die Leine festhalten und gemeinsam einen „Mastwurf gestochen“ um einen Baum knoten. Nach dieser Station ging es mit Hilfe von Wortspielen an der Friedberger Stadtmauer entlang zum Friedberger Schloss. Hier wartete bereits ein zweiter Betreuer mit 2 C-Schläuchen auf die Gruppen. Hier mussten die Jugendlichen sowohl ihre körperliche Fitness als auch ihre Koordinationsfähigkeit unter Beweis stellen. Wenige Meter später galt es dann, ein möglichst einfallsreiches Gruppenfoto an einem Spielplatz zu kreieren. Die Fotos wurden am späten Abend von einer unabhängigen Jugendgruppe bewertet. Das Foto der Feuerwehr Stätzling wurde als Siegesfoto ausgewählt. Die Jugendgruppe darf sich nun über 1kg Leberkäse bei einer ihrer nächsten Jugendübungen freuen. Nach dem Gruppenfoto gab es zwei verschiedene Streckenbeschreibungen für die Teilnehmer der Schnitzeljagd. Wer genau den Hinweisen der Stationsbetreuer gelauscht hat, konnte mit Hilfe einer Wegbeschreibung auf der Innenseite einer Speziflasche den „optimalen“ Weg beschreiten. Ansonsten wurde eine Alternativroute angegeben, die allerdings einige hundert Meter Umweg bedeuteten. An der dritten Station der Schnitzeljagd mussten die Jugendlichen ihr Vertrauen in ihre Betreuer beweisen. Den Jugendlichen wurden am Tostisee die Augen verbunden und ihre Betreuer führten sie dann „blind“ um den halben See. Zum Abschluss der Schnitzeljagd sollten noch einige Feuerwehrgeräte auf einen Eimer gestapelt werden, ohne dass dieser Stapel allzuschnell umfällt. Insgesamt war jede Jugendgruppe bei dieser Schnitzeljagd knapp 2 Stunden und über 6km unterwegs. Deshalb durften sich alle am See oder im Zeltlager von den Anstrengungen erholen, ehe es dann nach kleineren Gruppenspielen Abendessen gab.
Der Abend wurde im Feuerschein des Lagerfeuers verbracht. Hierbei nutzte eine externe Gruppe von Jugendfeuerwehrlern eine kurze Unaufmerksamkeit der Zeltlagerteilnehmer aus, um die Jugendfahne zu „klauen“. Zu später Stunde ging es dann in mehreren gemischten Gruppen und ohne Taschenlampen oder Fackeln um den Tostisee. Hierbei „verlief“ sich eine Jugendgruppe, weshalb im Anschluss hieran eine Personensuche mit Fackeln gestartet wurde. Bei der Personensuche handelte es sich allerdings um eine geplante Aktion der Kreisjugendfeuerwehr, was sowohl den Jugendlichen als auch den Jugendwarten aber erst nach erfolgreicher Suche erzählt wurde. Der Abend klang abschließend mit selbstgemachtem Stockbrot am Lagerfeuer aus.
 
Am nächsten Morgen mussten die Jugendlichen direkt nach dem Frühstück einen anspruchsvollen Hindernisslauf bewältigen. Sportlich ging es dann auch beim Lebendkickerspielen weiter. Nachdem am Ende des Zeltlagers drei Jugendgruppen punktgleich auf dem ersten Rang für den extra für dieses Zeltlager angefertigten Wanderpokals lagen, wurde ein Stechen veranstaltet. Hierbei mussten zwei Jugendliche jeder Jugendgruppe zwei Gegenstände auf einem Meterstab platzieren und über mehrere Hindernisse transportieren. Die schnellsten waren hierbei die Jugendlichen aus Hügelshart, die sich über den Gewinn der begehrten Trophäe freuen konnten.
Alle Teilnehmer bekamen von der Kreisjugendfeuerwehr für ihre tollen Leistungen Kinogutscheine überreicht. Das Zeltlager im Stadtgebiet Friedberg war ein großer Erfolg und hat allen Beteiligten viel Spaß gemacht.

Geschrieben von: Robert Saumweber, Jugendfeuerwehr Aichach-Friedberg